Nadja goes to Kenya

Wo immer du hingehst, hat der Himmel dieselbe Farbe

 
12August
2014

Kaaaaalt, krank und Abschiede

So langsam fange ich an etwas Panik zu kriegen. 10 Tage und ich sitze im Flieger nach Hause. Ich freue mich bald wieder Familie und Freunde um mich herum zu haben, habe Angst vor dem neuen Lebensabschnitt der vor mir liegt und bin traurig, mein zweites Zuhause bald auf unbestimmte Zeit verlassen zu müssen.

Man versucht noch alles zu erledigen was man sich vorgenommen hat, scheitert aber an Zeit, der Kenianischen Gemütlichkeit oder Krankheit. Nach Malaria habe ich nun eine weiterebakterielle Infektion in mir. Die Medikamente dagegen, hauen mich regelmäßig von den Beinen. Das ist natürlich nicht gerade hilfreich. Malaria war dagegen ein Witz.

Am Wochenende, gestern und heute standen die ersten Abschiede an. Carina, die zwar länger bleibt als ich aber mit einer Freundin 3 Wochen Tansania unsicher macht. Irina und Moritz die heute morgen nach Nairobi aufgebrochen sind. Alina und Markus, deren Flieger heute Nachmittagin Richtung Heimat geht. Zurück bleiben nur Lena, Pauline und ich von der alten Truppe. Gideon wird erst am Wochenende von seinem kurzen Deutschland Urlaub zurück sein und Jonas, der Nachfolger von Markus.

Abschiede sind nie schön daher nicht mehr dazu.

Man zählt die "letzten Male" wie etwa das letzte Mal Fisch essen, das letzte mal zum Viktoria See... Auch das ist nie schön und macht einen nur noch kribbeliger. Gesten beim "letzten Mal Dunga Hill Camp" mit Irina ist mir noch etwas Unschönes aufgefallen: Es ist kalt. Aber nur für Leute die hier schon länger leben. Während die Amerikanerin neben mir in Hotpants (sowas sollte man hier schon kulturell gesehen nicht tragen) ihr kühles Bier genoss. Fror ich in langer Jeans und Schal bei lächerlichen 22° vor mich hin. Zu meiner Verteidigung: Es war Abends und ziemlich windig! Trotzdem habe ih das Gefühl, Deutschland könnte auf Dauer kälter werden.

Ich habe vor mich morgen mal wieder in der Schule blicken zulassen, wenn mir bis dahin nicht jedesmal wenn ich aufstehe schlecht und schwarz vor Augen wird. Auch müssen noch ein paar Dinge eingekauft werden. Noch mehr Abschiede stehen bevor und dann geht es am 19. mit dem Bus nach Nairobi. Nach 2 Tagen shoppen geht mein Flieger am 21. abends.

Noch will ich nicht zu viel daran denken und doch schleicht es sich immer wieder ein. Daher werde ich mich jetzt mit ein paar Freunden zum Fisch essen begeben und hoffentlich auf andere Gedanken kommen.

Ach ja: Keine Ahnung ob ich vor Abflug nochmal schreibe.. Wer weiß das shon.

Grüße!!

01August
2014

Endspurt

Hallo liebe Leute!

Wie man auf dem Countdown ablesen kann, verbleiben mir nur noch 3 Wochen in Kenia. So langsam läuft mir also die Zeit ab. Dennoch versuche ich jede Minute zu genießen und voll auszukosten.

Zur letzten Zeit:

Wir haben uns eine weitere Wohnung angeschaut und dieser dann zugesagt. Seid einigen Tagen wohnen wir nun in einem völlig anderem Viertel Kisumus. Die Wohnung hat kein Wohnzimmer weshalb wir unsere Möbel kaum unterkriegen und alles etwas beengt ist besonders da wir gerade Besuch von Peteraus Nairobi haben. Auch ist sie weniger luxuriös. Es gibt momentan keinen Wasseranschluss, weshalb wir mit Kanistern beliefert werden und gut haushalten müssen. Auch gibt es keine Möglichkeit den Kühlschrank anzuschließen aber viele Lebensmittel können wir eh nicht unterbringen durch den Platzmangel. Es gibt nur ein Lochklo das wir uns mit den Nachbarn teilen, was aber gar nichtmal so schlimm ist. Nervig ist nur das es in dewr Dusche kein Licht gibt und das eine kalte Eimerdusche halt wenig komfortabel ist. Aber alles halb so wild und der Wasseranschluss wird erneuert sobald wir die Kaution zahlen. Damit mussten wir warten bis wir gestern überraschenderweise die ganzen 60.000 KSH von unserem Vermieter in Checkform ausgestellt bekamen. Obwohl wir durch seinen chronischen Geldmangel und einigen unschönen Stellen in der alten Wohnung befürchtet hatten das es einen harten Kampf um das Geld geben würde, ging es erstaunlich schnell und reibungslos von statten. Der Umzug war zwar anstrengend aber eigentlich in Ordnung.

Die Fußballweltmeisterschaft für Deutschland wurde hier natürlich gebührend gefeiert auch wenn der Autocorso nur aus einem überladenen Pick-up bestand.

Der Saba Saba Demonstrationstag verlief weitgehend friedlich, wir blieben zuhause und die Polizei ließ die Demonstranten einfach nicht in die STadt rein.

Wir bekamen noch Besuch von Deutschen Kurzzeitfreiwilligen und mein Unverständnis für diese lächerlichen Programme wuchs noch mehr. Ohne Vorbereitung mit null Plan in einem fremden Land mit völlig anderer Kultur ist nunmal nicht so die gute Idee.

Ich war dann noch ab und an arbeiten oder in der Lutheran School zu Gast und habe den Zoo besucht um doch noch einen Leoparden in Kenia zu sehen. Carina bekam Malaria und wurde schnell wieder gesund. Ich ging auf Shoppingtour und fuhr nochmal nach Rusinga, eíner Insel im Viktoriasee. Dort war ich Gast auf einer schönen Hochzeit Icch ließ mir noch ein paar Sachen schneidern und gestern machten Pauline und ich unseren Abschluss für die Lehrer mit selbst gebackener Pizza, Keksen, Soda und Gruppenfoto perfekt.

Heute werden wir Lenas Geburtstag im Simba Club bei leckerem Indischen Buffet feiern, worauf ich mich schon seeeehr freue.

soweit dazu

Auf bald!

Eure Nadja

03Juli
2014

Uganda

Am 19. Standen wir früh auf, packten die Rucksäcke fertig und stiegen ins Matatu. In Busia überquerten wir die Grenze und erhielten unser Uganda Visum. Ein ziemlich leerer Reisebus nahm uns für wenig Geld mit nach Jinja, unserer ersten Station. Wir quartierten uns im Backpacker Hostel ein und erkundeten am ersten Tag noch kurz die Innenstadt. Abends saßen wir dann bei leckerem Essen und einem Nile (Ugandischen Bier, viel besser als Tusker!) im Hostel, schauten Fußball und entspannten uns von der anstrengenden Fahrt. Am nächsten Tag ging es für uns zum Nil, wo Carina und Pauline ihren Bungee Sprung absolvierten. Ich hatte zwar auch überlegt zu springen, 115 Dollar waren wir dann aber doch zu viel. Die beiden waren begeistert und Lena und ich machten viele Fotos. Danach ging es auf Shoppingtour. Uganda ist noch billiger als Kenia sowohl beim Essen als auch bei Kleidung, weshalb es ein erfolgreicher Tag wurde. Am Abend trafen wir überraschend noch Julia, eine VIA Freiwillige die in Jinja stationiert ist. Wir gingen zusammen in ein Cafe und tauschten Neuigkeiten und Erfahrungen aus. Zurück im Hostel erfuhren wir von einer Neon Party und entschieden uns hinzugehen. Dort trafen wir dann auch Niklas, ein weiterer Via Freiwilliger, der uns danach noch mit ins Office nahm, der größten Disco Jinjas. Es wurde eine lange, spaßige Nacht die für uns im Zelt endete, denn das Hostel war überfüllt. Aber gegen das Luxuszelt welches sie auffuhren, hatten wir nichts auszusetzen.

Am nächsten Tag ging es von Jinja nach Kampala mit einem Matatu aber erst nachdem wir uns den Viktoriasee von der Ugandischen Seite angesehen hatten und ein super Frühstück hatten, bei dem es sogar dunkles Brot gab. Auch in Kampala schliefen wir im Backpackers, Hostels die insbesondere für junge Reisende aus aller Welt ausgelegt sind, mit guten Preis-Leistungsverhältnissen, Wifi und Fußballübertragung. In Kampala merkt man besonders den Unterschied zwischen Kenia und Uganda. Die Menschen sind nicht ganz so vernarrt in jeden Weißen der vorbei kommt, man wird eher in Ruhe gelassen, bekommt faire Preise und es gibt viel mehr Regeln. Motorräder dürfen nur einen Passagier haben und Essen darf nicht am Straßenrand verlauft werden. Häufig muss man Männern ausweichen, die schwere Lasten auf dem Kopf tragen, was in Kenia eher die Frauen übernehmen. Auch das Essen fand ich etwas besser als in Kenia. Kampala selbst ist sehr voll, geschäftig und leuchtend. Am Abend ist es dann noch voller, sodass der Rückweg zum Hostel ein echtes Highlight war. Auch der Taxipark, wo die Matatus stehen in eine Attraktion für sich. Die Routen heißen zum Beispiel Whakaliga Natete oder Massaka und bis man den Namen richtig ausgesprochen und man ein richtiges, leeres Matatu zwischen den Tausenden gefunden hat kann es etwas dauern. Allerdings sind alle sehr hilfsbereit. Zur Ugandischen Hauptstadt sollte man noch wissen, dass die Berge die Bezirke bilden, denn Kampala ist eine einzige Hügellandschaft. Daher auch die netten Namen.. Zurück im Hostel machten wir uns ausgeh fertig und fuhren zum Haus des Deutschen Botschafters, dort schauten wir mit vielen anderen Deutschen und Nicht-Deutschen das Fußballspiel gegen Ghana. Aus Großzügigkeit Deutschlands gab es sogar Freibier! Auch wenn das Spiel mit Unentschieden endete war es ein tolles Erlebnis und wir trafen noch einen weiteren Via Freiwilligen: Eddi. Auch Niklas und noch viele andere Freiwillige waren vor Ort und sie nahmen uns mit zu einer netten Clubtour. Wenn Freiwillige auf Freiwillige treffen bildet sich schnell ein Familiengefühl, auch wenn man total unterschiedlich ist, steckt man doch in ähnlichen Situationen, ist etwa gleich alt und hat dieselben Ziele und Möglichkeiten. So wurde uns sofort ein Schlafplatz angeboten, den wir aber ablehnten, da es immer etwas doof kommt, mit 4 Personen irgendwo Platz wegzunehmen. Es wurde eine weitere lustige Nacht aus der man nur das Resümee ziehen kann: Kampala geht ab! Da wir recht spät nach Hause kamen, wurde das 9 Uhr aufstehen und shoppen Programm nichts und als wir dann endlich in der Innenstadt waren, waren wir zu zerstört um uns groß zu bewegen. Das traf sich ganz gut denn es war Sonntag und in Uganda machen viele Geschäfte doch tatsächlich zu. Lena ließ sich die Nase piercen und dann tranken wir noch einen Saft hoch über dem Taxipark. Wir gingen früh ins Bett um Schlaf nachzuholen und morgens in die National Moschee zu fahren. Wir wurden in Burkas gehüllt und durften an einer Führung teilnehmen, welche auf dem hohen Minarett endete, von dem man ganz Kampala überschauen konnte. Danach ging es nun endlich shoppen.

Taxipark voller Matatus Shopping Paradis Party in Kampala National Moschee vom Minarett, Kampala Moschee im Sonnenuntergang werde ich mich nicht dran gewöhnen es ging ganz schön hoch Dorm im Backpackers

Am 24. Machten wir uns dann auf dem Weg zur letzten Station: Kabale. Auf dem Weg zum Bus wurde Pauline leider beklaut und wir mussten ganze 3 Stunden auf die Abfahrt im Bus warten. Das wiederum bedeutete, dass wir ziemlich fertig und im Dunkeln in der westlichen Region, die nahe zur Grenze zum Kongo und Tansania liegt, ankamen. Auf der Fahrt konnte man Ugandas Landschaft bewundern, die zum größten Teil aus Bananenanbau besteht…kein Land für mich. Totzdem ein wunderschönes, grünes, bergiges Land! Wir fuhren mit Pikis ins Edirisa, ähnlich dem Backpacker, fühlten wir uns auf Anhieb wohl. Nach einigen Bekannteschaften mit weiteren Freiwilligen, leckerem Essen und einer Dusche ging es in den Dorm zum Schlafen. Am nächsten Morgen besuchten wir das hauseigene kleine Museum und fuhren mit einem Taxi nach Ruthinda. Von dort aus paddelten wir mit einem Kanu auf eine Insel im traumhaften Lake Bunyonyi. Wir checkten in der Byoona Amagara Lodge ein und gingen Schwimmen. Lake Bunyonyi ist der einzige See in dem man keine Bilharziose kriegen kann und dessen Wassertemperatur schwimmgeeignet ist. Es gibt auch keine gefährlichen Tiere. Der See liegt sehr hoch über dem Meeresspiegel und ist bis zu 900 Meter tief. Einfach ein tolles Erlebnis, dieser Ort ist der ruhigste und entspannteste Platz den ich kenne. Am Abend gab es eine Krabbenpizza (frisch gefangen) und bei Nile und Spielen ließ sich der Abend genießen. Am nächsten Tag erkundeten wir die kleine Insel, sahen Krabbenfischern zu und ließen uns von einem Motorboot um einige andere Inseln fahren. Wir sahen importierte Zebras und Garzellen auf der Tierinsel, die upsidedown Insel welche eine Hexe angeblich mal umgedreht haben soll, die Bestrafungsinsel wo früher schwangere unverheiratete Frauen ausgesetzt wurden und starben und eine Insel auf der wir uns mit einem Seil in den See schwingen konnten was einen riesen Spaß machte. Nach der Tour wurden wir wieder am Festland abgesetzt und fuhren zurück ins Edirisa nach Kabale. Abends ging es in die benachbarte Bar zum Deutschland Spiel und dann ziemlich schnell schlafen. Am letzten Tag erkundeten wir die kleine schmuddelige Stadt und kauften unsere Bustickets. Abends um 9 waren wir dann wieder auf dem Weg in die Hauptstadt, wo wir um halb 4 morgens ankamen. Da die andere Busgesellschaft noch nicht auf hatte, vertrödelten wir die Zeit im 24 Stunden Supermarkt um nicht mit dem ganzen Gepäck auf der Straße zu stehen. Überraschenderweise hatte die vorabendliche Reservierung geklappt und wir bekamen Plätze im ersten Bus nach Kisumu. Die Grenzüberfahrt klappte dank Arbeitserlaubnis ohne Schwierigkeiten und Mittags erreichten wir dann unser zuhause.

Unser lahmes Kanu Idylle Weite Unentdeckte Perle Infos zum See Vom Hügel aus Crayfish, eine Krabbenart Spaßig!

Die nächsten Tage verbrachte ich mit Waschen, aufräumen, arbeiten und Freunde treffen. Dies war vermutlich meine letzte große Reise in meinem Auslandsjahr. Die vier Ostafrikanischen Länder die ich besucht habe reichen aber noch lange nicht aus, um zu sagen dass ich weiß wie „Afrika“ ist. Es kommt zu häufig vor, dass ganz Afrika als ein Land angesehen wird. Dabei sind Uganda, Kenia, Äthiopien und Tansania schon so unterschiedlich das man niemals ein Land daraus formen könnte. Daher darf es nicht heißen: Die Nadja ist in Afrika. Nein! Die Nadja ist zurzeit in Kenia. Ich frage ja auch niemanden wie Europa ist sondern präzisiere auf Deutschland. Lernen und Merken! Die Länder hier sind viel zu vielfältig um sie so herabzustufen!

 

Es bleiben nun nur noch 1 ½ Monate. Am 22. August werde ich spätestens wieder auf Deutschem Boden stehen. Bislang sind diese Gedanken von sehr gemischten Gefühlen begleitet aber ich will nicht so viel daran denken, sondern die letzten Wochen genießen.

Letzter Stand der Sicherheitssituation: Fürs kommende Wochenende sind große Demonstrationen geplant, welche am Saba Saba, einem Feiertag am 7.Juli ihren Höhepunkt erreichen sollen. Für uns heißt es ein entspanntes Fernsehwochenende und Hoffen, dass es nicht schlimm endet und die Kenianer doch zu faul sind.

Liebe Grüße aus KENIA!

Nadja

18Juni
2014

Maasai Mara

Lange ists her aber auch aus gutem Grund! Hallöle!

Bevor wir wieder einmal in den Urlaub aufgebrochen sind, gab es noch ein paar weniger spannende Wochen. Ich habe die Tore abgeholt und zur Schule gebracht, Die Kids sind total begeistert! Auch konnte ich das erste Bild an St. Annes fertig stellen und habe meinen zweiten Malariatest gemacht. Negativ! Meine Krankheitsphase habe ich diesesmal mit Filme gucken und einer Geburtstagsüberraschung für meinen Vater verbracht.Ende Mai bekam ich dann die glückliche Antwort das meine Work Permit fertig ist und ich somit mein die geplante Zeit hierbleiben kann. Allerdings sind 2000 EURO ganz schön happig sodass nun endgültig feststeht, dass Plätze gestrichen werden. Mein Projekt ist dabei, da es mit am teuersten und die schlechtesten Resonanzen der Freiwilligen bekommen hat. Wir bekamen Besuch von ein paar Freunden und Verwandten, versteckten uns einen Tag im Haus weil Demonstrationen angesagt waren (fanden aus Faulheit dann aber nicht statt) und Carina und ich fuhren trotz Socherheitswarnungen nach Nairobi um die Arbeitserlaubnis abzuholen. Nairobi wirkt leerer was bedeutet man kann fast durchgehend auf dem Bürgersteig gehen. Anders haben wir keine Änderung wahrgenommen. Wir kündigten unsere Wohnung und müssen nun Ende Juli etwas neues gefunden haben. Dann hatten wir einen lustigen Abend bei Irina wo wir mit anderen Freiwilligen und einigen Kenianern Wraps machten. Das brachte einige Lacher, da das Kenianische Essen nicht allzu abwechslungsreich ist und einige etwas überfordert waren wie man die Dinger wickelt und was da reingehört. Wir hatten häufig Stromausfall, da wir scheinbar die einzigen sind auf dem Compound, die bezahlen. Einer Wohnungsbesichtigung folgte eine Einladung zum leckeren indischen Dinner und wir fingen an auf die gestarteten WM Spiele zu wetten. Ich schrieb lauter Uni Bewerbungen die mich in den Wahnsinn trieben und genoss beim Public Viewing oder bei Freunden den WM Fieber.

Am 16. ging es dann endlich los: Mit Alina, Markus, Markus Schwester, Lenas Cousine und uns vieren ging es um 6 Uhr auf den Weg in das Naturschutzgebiet. Da wir nun ja Residents sind haben wir einen großen Preisvorteil, ohne den ich diese Reise wohl nicht gemacht hätte. Es war einfach traumhaft schön! Die Natur ist der Wahnsinn und die wilden Tiere sind einfach toll anzugucken. Ich weiß das es einige Gegenargumente zu Safaris gibt ich vertrete aber lieber die Meinung, dass es ohne Safaris auch keine Schutzgebiete oder jedenfalls nicht so große gäbe. Allerdings reicht das noch lange nicht, was sich am deutlichsten zeigt, wenn man hört, dass nur noch 30 Nashörner in der gesamten Maasai Mara leben. Die Tiere sind stark gefährdet, da Elfenbein in vielen Ländern sehr kostbar ist. Aufgrund der geringen Anzahl haben wir sie leider nicht entdecken können auch wenn wir 3 Tage durch die Savanne fuhren. Dafür sahen wir viele Löwen, Geparden, Nielpferde, Krokodile, Gnus, Büffel, Zebras, Elefanten, Giraffen, Antilopen und sooo vieles mehr. Auch hatten wir das Glück zwei Geparden bei der Jagd auf Zebras zuzugucken und eine Löwin verspeiste direkt neben uns ein frisch erlegtes Gnu. Da man in der Camping-Lodge auch Fußball schauen konnte war alles perfekt denn Deutschland gewann sein erstes Spiel gegen Portugal.

 verirrte Löwin gechillter männlicher jung-kater Lena und ich Der Kreis des Lebens eine wunderschöne Landschaft Gepard Den die vielen Busse kalt lassen und auch an uns nah ranngekommen ist unser steckengeblibenes Mobil Baby Löwen Langweilige Tierchen noch zwei gechillte Brüder wie gesagt traumhaft! erfolgreiche Löwin beim essen Ein ganzes Rudel (insgesamt 6) Geparden nach unerfolgreicher Zebra Jagd Elefantenmama mit Baby

Am 18. ging es dann auf den Rückweg und wir hatten nur eine Nacht um uns auf die nächste Reise vorzubereiten: Uganda

Wie üblich zum Abschluss Neuigkeiten über die Sicherheitssituation: Zum Glück sind wir in die Mara und nicht wie eigentlich geplant nach Lamu gefahren. Nur einige Kilometer vor dem Inselparadis führten die Terrorgruppen von Al-Shabaab in Mpeketoni, einer Kleinstadt, den Sicherheitsapparat Kenias in 2 Anschlägen vor. Die ersten Gefechte dauerten lange an und es gab viele Tote. Am nächstet Tag kamen die Angreifer wieder und wieder fanden die Sicherheitskräfte keine Möglichkeit die Gräueltaten zu beenden. Kenia wird vorgeführt und die Regierung steht unter Zugzwang.

Uganda folgt demnächst.. auf bald!

23Mai
2014

Es ist besser ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen - Konfuzius

Tag Jungens und Mädels auch der älteren Jahrgänge!


Mal wieder ein Tagebuch-ähnlicher Bericht und das dieses mal geschrieben an einem Freitag Abend! Normalerweise findet man an solchen Tagen immer was zu tun aber da ich mich noch etwas schonen muss steht heute mal nicht Kino, Leute treffen, Essen oder Feiern gehen auf dem Programm. Allerdings muss ich zugeben das ich gerade vom Dunga hill Camp (Top Location! Mit super Blick auf den Sonnenuntergang beim Lake Victoria)) zurück bin. Dort gabs leckere Pommes bei schönem Abendrot und planschenden Nilpferden.


Leider ist hier nicht alles tutti frutti. Mal im Ernst, dieses Land benötigt Hilfe. Es kam zu weiteren Anschlägen in Mombasa und Nairobi, weitere Tote, viele Verletzte. Sicherheitshinweise und Reisewarnungen wurden verschärft. Großbritannien, Frankreich, Australien und Andere beordern ihre Touristen zurück. Ich möchte nicht das große Wort „Evakuieren“ aussprechen aber in einigen Gegenden trifft es wohl leider eher zu. Auch für uns sind nun die Gebiete um die beiden Großstädte, sowie ein Streifen von einigen Kilometern vor der Somalischen Grenze gesperrt. Damit ist Reisen in Kenia fast unmöglich, da fast alle Busse über Nairobi oder Mombasa fahren. Auch werden wir dazu aufgefordert Kleinbusse (Matatus), öffentliche Plätze und Einkaufszentren zu meiden. Uns steht es weiterhin offen das Jahr abzubrechen. DIES IST KEINE OPTION FÜR MICH! Die in Nairobi und Mombasa stationierten Freiwilligen müssen abgezogen oder verlegt werden. Kisumu gilt weiterhin als sicher. Hier gibt es erstens nicht viele Muslime und zweitens ist Kisumu in der Welt doch eher unbekannt. Also bin ich hier auch sicher.


Die Kenianische Regierung versucht selbstverständlich Herr über die Lage zu werden, doch das Sicherheitssystem ließ schon vor den Anschlägen zu wünschen übrig. Aus Verzweiflung? Aussichtslosigkeit? Tatendrang? Was auch immer für irre Gedankenzüge werden Somalis und Muslime massenhaft verhaftet, in Lager verschleppt und gefoltert. Man will Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung finden ist die Erklärung. Leider übersteigt das Handeln sehr viele Grenzen. Gegen Geld kann man sich wieder frei kaufen, gegen Geld lässt einen die Polizei in Ruhe. Die unterbezahlten, zu wenig kontrollierten Beamten scheinen ihre Chance zu nutzen, denn wer verteidigt zu dieser Zeit denn noch die Rechte von Somalis??


Meine Organisation zieht es in Betracht, dass wenn die Anschlagsserie nicht aufhört oder sich gar verschlimmert, ein Abzug in Frage kommt. Für mich wäre es schrecklich so kurz vor dem Ende, jetzt wo alles noch geplant ist, wo man alles kennt und endlich genießen kann, Schluss sein könnte. Deshalb hoffe ich, dass ich hier noch meine 3 Monate machen darf und für das Land, welches ich echt lieben gelernt habe, es ganz bald eine friedvollere Lösung gibt.


Nach diesem Roman zu meinen letzten Wochen. Anfang Mai besuchten uns kurz die Partimaro Jungs Lukas und Hagen (ebenfalls VIA Freiwillige). Ich half den Mädels weiter beim Tiere Malen in der Lutheran School und wir hatten einen Stromausfall von 4 Tagen! Vielleicht war der mit dran schuld, dass wir alle (Pauline, Lena, Carina, ich) eine Lebensmittelvergiftung bekamen. Man war das eeeeeeklig! Sowas will man echt nicht. 3 von uns gingen ins Krankenhaus, erfuhren 3 unterschiedliche Behandlungen und bekamen 3 verschiedenen Medikamenten Tüten. NachTagen voller Aufs und Abs ging es dann für alle wieder auf. Ich ließ mir eine Shorts, einen Rock und einen Blazer schneidern und korrigierte Tests in St. Annes. In der Lutheran trug ich Kinder umher, spielte Kuh-Spiele und wurde beklettert. Ich gab die Fußballtore in Auftrag und ging mit der Kisumu Clique zum 8 Monatigen Essen. Wir guckten Dortmund vs. Bayern (nächstes Mal gewinnen wir!) und ich bekam die nächste Lebensmittelvergiftung, diesmal alleine. Nach 3 Harry Potter Filmen und unzähligen Stunden Schlaf gings mir wieder super und nun habe ich begonnen auch in St. Annes Tiere in die Klassenräume zu malen. Das wurde mir sogar erlaubt!! Morgen hole ich die Tore ab und male die Pinguine weiter. Und ja die Bilder folgen noch…leider ist der Speicher meines Bolgs voll und ich muss erstmal Bilder löschen und damit tue ich mich doch etwas schwer.
Gelernt in diesem Monat: Lebensmittelvergiftungen sind doof!

Auf bald!
Eure Nadja

11Mai
2014

Stadtbild Kisumu


Ich bin echt glücklich in Kisumu gelandet zu sein. Die Stadt trifft in Vielem ein gesundes Mittelmaß. Die drittgrößte Stadt Kenias ist zugleich die größte Kenianische Hafenstadt am Viktoriasee und bildet den Endpunkt der Uganda Eisenbahn. Von hier aus sind es nur wenige Stunden bis zur Ugandischen Grenze und 9 Stunden bis in die Hauptstadt. Kisumu hat einen eigenen kleinen Flughafen der das Reisen noch zusätzlich erleichtert. Leider wurde der Zugverkehr seit einigen Monaten eingestellt, da die veralteten Gleise und die Lok einfach zu langsam sind und da auch der Handelsverkehr auf dem Viktoriasee stark nachgelassen hat, es keine Notwendigkeit mehr gibt.
Kisumus Glanzzeit waren eindeutig die 70er als noch reger Handel zwischen Uganda, Tansania, Ruanda und Kenia herrschte. Die Gebäude der Innenstadt sind eher klobig und praktisch gestaltet. Viele leiden unter Vernachlässigung und die aufgemalte Soda und Telefonanbieter Werbung macht das Ganze zwar bunter aber nicht wirklich besser. Es gibt sehr viele Supermärkte, bei uns um die Ecke kommen gerade nochmal 2 hinzu. In ihnen lässt sich alles kaufen von Möbeln über Lebensmittel, Fahrräder, Elektronik, Haushalt, Kosmetik bis hin zu Pflanzen. Zusätzlich gibt es noch die 2 großen Märkte, wobei einer sich eher auf Obst und Gemüse spezialisiert und der riesige Kibuye Market alles anbietet. Es gibt verhältnismäßig viele Krankenhäuser und Apotheken. Außerdem gibt es in vielen Vierteln Container Shops, sogenannte Dukas, in denen ebenfalls alles zu kriegen ist. Wenn es einen Bürgersteig gibt, wird auch auf diesem Ware ausgebreitet und verkauft.
Es gibt keine geregelte Abfallwirtschaft. Das Meiste wird verbrannt oder an den Straßenrand geschmissen. Im Gegensatz zu den anderen Großstädten gibt es eine Kanalisation die weitgehend sogar überdeckt ist. Allerdings kann es vorkommen, dass man in eines der vielen Löcher fällt, die meistens nicht gut genug repariert worden.
In Kisumus Zentrum befindet sich ein großer Park, der Kenyatta Sports Ground, neben großen Rasenflächen gibt es auch mehrere Fußball und Basketball Felder sowie ein paar Karussells. Viele Kenianer nutzen ihre Mittagspause für eine Siesta im Schatten der Bäume. Auch Veranstaltungen wie der Aidsmarathon werden hier abgehalten.
Fast jedes Viertel hat eine Polizeistation. Die Straßenverhältnisse unterscheiden sich je nach Wichtigkeit der Gegend. Da wir in Milimani, dem Reichen und Politikviertel wohnen, sind unsere Straßen gut befahrbar. Was wiederum bedeutet dass die Autofahrer mit Erhebungen auf der Straße zum langsam-Fahren genötigt werden. Es gibt keine Ampeln und soweit ich weiß 2 Zebrastreifen (an dem einen wurde ich bereits angefahren). Die öffentlichen Transportmittel bilden Taxis (nur vor teuren Hotels zu finden), Tucs (3 rädrig mit Platz für 3-beliebig vielen Passagieren), Pikis (Motorräder 2-3P) und Bodas (Fahrräder 1P). Zusätzlich gibt es noch die Matatus (Kleinbusse 18P) welche vorgeschriebene Routen abfahren und fast immer nur die normalüblichen Preise verlangen. Bei allen anderen sowie beim Einkaufen ist es Verhandlungssache.
Kisumu ist international gesehen unwichtig, weshalb Anschläge eher in Nairobi und Mombasa stattfinden. Dennoch gibt es eine hohe Einbruchs- und Raubüberfallrate, die vor allem steigt wenn Weihnachten oder Schulgeldzahlungen anstehen. Auch gibt es in Kisumu einige Gruppenbildungen, die manchmal nicht gut zusammenpassen. Eine große Gruppe bilden die vielen Inder, häufig besitzen sie gut laufende Geschäfte und Restaurants, da sie organisierter arbeiten und besser mit Geld kalkulieren können. Sie bleiben lieber unter sich als sich in das kenianische Leben einzugliedern. Es gibt auch eine große Anzahl von Straßenkindern. Meistens sind sie vom Kleber und Haschisch zugedröhnt und versuchen sich ein paar Schillinge zu erschnorren. Ich finde es sehr schwer ihnen nicht zu helfen, doch es wäre ein Fass ohne Boden.
Die Strom- und Wasserversorgung ist okay. Es gibt vor allem bei starkem Regenfall häufig Ausfälle aber alles in allem ist es aushaltbar und Kerzenlicht ist doch auch was Feines.
Über Kisumu ist noch zu wissen, dass die Hauptbevölkerung eher außerhalb des Stadtkerns lebt. Sie verteilt sich in kleinen Gruppen kreisförmig um das Zentrum und bedeckt somit eine riesige Fläche. Teilweise scheinen die Dorfähnlichen Niederlassungen gar nicht mehr zu Kisumu zu gehören, tun es aber doch.
Kisumu hat nicht viele Sehenswürdigkeiten außer Lake Victoria und dem Kibuye Market, deshalb wäre es wohl nie eines meiner Ziele geworden. Letztendlich bin ich aber sehr froh, dass ich hier ein Jahr leben darf und nicht im stressigen Nairobi oder Mombasa. Auch eine kleinere Stadt wäre wohl nicht das Passende gewesen, da mir der Luxus von Schwimmbädern, Kinos und verschiedenen Restaurants wohl fehlen würde.
I♥Kisumu

11Mai
2014

Malaria, Aids und die allgemeine Gesundheitsversorgung


Malaria wird durch einen Stich einer bestimmten Mückenart ausgelöst. Die Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Probleme des Magen-Darmtraktes, Krämpfe und Muskelschmerzen. Wird es nicht behandelt führt die Krankheit zu Koma und anschließendem Tod. Es gibt verschieden schwere Varianten der Malaria Krankheit, die Schwerste davon ist die Tropische Malaria. Vorkommen tut Malaria rund um den Äquator, nur in kälteren, höheren Lagen wie Nairobi fühlt sich die Mücke nicht wohl. Malaria lässt sich schnell, einfach und halbwegs billig (2-3€) durch einen Bluttest diagnostizieren. Es gibt keine 100% Vorbeugung. Zwar können Malariatabletten als Prophylaxe eingenommen werden, diese sind allerdings sehr teuer und können zu schweren Nebenwirkungen führen. Falls man erkrankt bekommt man eine Überdosis dieser Prophylaxe weshalb ich mich von Anfang an dagegen entschieden habe. Malaria gilt auch als Armutskrankheit, ich zitiere einmal:
Norbert Blüm schreibt dazu in der Süddeutschen Zeitung vom 7. Oktober 2003:[38]
„Die Pharmaindustrie gibt weltweit doppelt so viel Forschungsmittel im Kampf gegen Haarausfall und Erektionsschwächen aus wie gegen Malaria, Gelbfieber und Bilharziose. Das ist marktwirtschaftlich konsequent, denn die Kunden mit Erektionsschwächen und Haarausfall haben in der Regel mehr Kaufkraft als die Malaria- und Gelbfieberkranken.“
Bislang hatten wir 4 noch kein Malaria. Was ungewöhnlich ist, denn wir leben im Hauptrisikogebiet mit dem Viktoriasee als Nachbarn. Angst Malaria zu bekommen haben wir nicht, die Ärzte hier sind so gut auf die Krankheit vorbereitet wie die Deutschen Ärzte auf Grippe. Das größte Problem ist nur, dass die guten Medikamente sehr teuer sind, sodass sich viele Kenianer die Behandlung nur schwer leisten können. Daher heißt es Mückenschutz auftragen und unter Moskitonetzen schlafen.

Aids: Eine Krankheit über die man hier nicht redet. Kaum jemand stirbt hier aufgrund von Aids, es werden immer die Nebenerkrankungen als Todesursache angegeben, denn Aids ist quasi verboten. Die Übertragung und die Unreinheit die damit verbunden sind schrecken ab. Es ist nicht so, dass sich die Menschen keine Kondome leisten können oder gar nicht aufgeklärt wurden, sondern tritt der Schutz gegen die Kultur an. Es gilt als normal, mehrere Frauen zu haben und diese vorher natürlich auch zu testen. Viele Kinder zeugen von Potenz und Reichtum. Frauen sind auf einen reichen Mann angewiesen. Natürlich kann Aids oder um es richtig zu benennen HIV (Aids heißt es erst wenn es ausbricht) auch ohne Geschlechtsverkehr übertragen werden, zum Beispiel über Blut. Aus Statistiken weiß ich das in dieser Gegend jeder 3. HIV positiv sein soll. Merken tue ich davon nichts. Nachdem ich selbst in einem kompletten Checkup (nach 2 Monaten Magen-Darm und ständigen Beschwichtigungen vom Arzt wollte ich mich einmal richtig durchecken lassen) auch einem kostenlosen HIV Test zugestimmt habe, habe ich mich noch lange mit der netten Ärztin darüber unterhalten. Es machen sehr wenige einen Test, viele wollen es scheinbar gar nicht wissen. Dabei könnte man die Krankheit weitgehend in Schach halten und so einen Ausbruch verhindern. Es gibt auch hohe Unterstützung für die Medikamente, wie hoch die Kosten sind die man selbstständig tragen müsste, konnte mir die Ärztin leider nicht sagen. Bei einem Aids Schnelltest wird Blut abgenommen und auf eine Lösung aufgetragen. Der Rest funktioniert wie bei einem Schwangerschaftstest. Je nach Strich ist es positiv oder negativ. Bei einem positiven Test wird ein weiterer Test durchgeführt der sicherer ist. Diesen bekam ich aber natürlich nicht zu sehen. Es dauert 3 Monate nach der Infektion bis man die Viren durch den Test nachweisen kann. Wenn man glaubt sich angesteckt zu haben kann man auch eine Prophylaxe nehmen, diese muss aber schnellstmöglich nach Infektion und über 1 Monat eingenommen werden. Von jemand der Erfahrung damit gemacht hat weiß ich, dass man sich sehr schwach und schlecht fühlt, kein schönes Erlebnis. Besser ist es die Aufklärung auch über die medizinische Unterstützung weiter voran zu treiben und auf dem Gebiet weiter zu forschen. Aids zerstört viele Familien.


Nach meinem Tag im Krankenhaus und erfolgreichem Blut-, Stuhl-, Urin- und Speicheltest stellte sich bei mir übrigens nur eine bakterielle Infektion (wie so häufig) heraus. Ich soll mehr trinken und mehr Vitamine zu mir nehmen. Also nicht so viel Neues.


Es gibt verschiedene Krankenhäuser in Kisumu, einige sind teurer und besser als andere. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer das Teuerste sein muss. Auch einige kostengünstigere Adressen sind gut zu wählen. Leider fehlt es häufig an Wegweisern, so weiß man nie wo man hin soll. Krank sein an sich ist hier sehr teuer. Egal wo man kommt schnell auf 30-100€ was jedem hier schmerzt und Versicherungen sind noch viel teurer. Die meisten Menschen halten es aus und lassen sich Schmerzmittel verschreiben bis es vorbei ist. Auch fehlt man am besten nicht in der Arbeit denn egal wie schlimm es ist, Geld gibt es nur wenn man anwesend ist. Das Gesundheitssystem empfinde ich als bedenklich. Auch wenn es bereits viele Unterstützungen gibt und die Medikamente kostengünstig gehalten werden scheint es noch nicht auszureichen.

04Mai
2014

Osterurlaub: Nairobi-Thika-Naivasha-Nakuru-Lake Bogoria


Bevor wir (Carina, Lena und Ich) aufbrachen, luden wir die restlichen Kisumu Freiwilligen am 18. Zu einem netten Brunch ein. Es wurde ein sehr netter Vormittag mit Alina, Irina, Gideon und Markus. Pauline war dort ja bereits auf Reise mit Mutter und Bruder. Am Nachmittag gingen wir dann das erste Mal zum Fußballtraining um etwas gegen unsere Faulheitssucht zu tun. Auch wenn es zu Anfang etwas seltsam sein vor einer großen Gruppe 12-18 jähriger Kenianerinnen zu stehen die einen alle mustern und jeden Pass beäugen und diskutieren, wurde es ein tolles, anstrengendes Training. Nach unserem Urlaub wollen wir das auf jeden Fall wiederholen. Trotz Karfreitag stiegen hier wieder einige Partys, allerdings hielten wir uns eher zurück, da am Sonntag die Abfahrt nach Nairobi anstand.

Der Tag war gut gewählt, es gab keinen Stau und wir kamen nach 7 Stunden an. Eine Stunde danach betraten wir die Freiwilligen Wohnung von Peter und Corinna in Ngong. Aus purem Zufall waren dort auch schon die Kisii Freiwilligen Sophia und Madlen unter gekommen. Peter kam mit den Patimaro Freiwilligen Lukas und Hagen im Schlepptau nur wenige Minuten nach uns von ihrem Trip zum Turkana See an. Allerdings mit bedeutend leereren Taschen als bei ihrem Antritt, da sie in Kitale im Guesthouse ausgeraubt wurden waren. Damit wohnten also 9 von 10 Kenia-VIA-Freiwilligen in der kleinen Wohnung. Wir kochten gemeinsam Kohl und Reis und suchten uns ein Plätzchen zum Schlafen zwischen all den Rucksäcken.

Am Ostermontag lief Carinas, Lenas und mein Plan schief sodass wir uns nicht zu den Baby Elefanten fanden, stattdessen ging es auf Shoppingtour in Nairobi. In der Hauptstadt gab es für uns dann das erste Mal seit langem Käsecroissants und ähnliche leckere Späße die man sonst nicht bekommt. Abends ging es dann weiter Schlemmen und zwar in die Osteria mit allen 9 Freiwilligen zum Osteressen (KÖSTLICH!!!). Nach einem Cocktail im ?Que Pasa? Ging es wieder in die beengte Wohnung.

teuer aber lecker

Am Dienstag hatte man sich endlich an das frühe Aufstehen gewöhnt, denn bei 9 Personen die dicht nebeneinander schlafen und von denen einige zur Arbeit müssen ist man spätestens um 8 wach. CarLena und ich suchten dann alle Einkaufs-Malls beim Toys Market nach einem ATM (Bankautomat) ab und mussten schon ziemlich lange laufen um einen intakten zu finden (Armutszegnis). Nach einem erfolgreichen Vormittag ging Lena zum Immigration Office um ihre fertige Work Permit mit viel Warterei und Stress entgegen zu nehmen. Carina und ich vertrieben uns die Zeit in der Stadt. Abends wurde wieder gemeinsam gekocht und Tatort geschaut.

Am nächsten Tag ließ sich Carina in der Deutschen Botschaft impfen und wir trafen uns danach bei Subway wieder. Wir drei besuchten dann noch Bomas of Kenya, eine Aufführung bestehend aus traditionellen Tänzen und Gesang einiger der 41 kenianischen Ethnien. Auch einige Luo Tänze wurden geboten (Hauptethnie in Kisumu). Auch wenn nur noch sehr wenige Kenianer traditionell leben, wohnen und sich kleiden haben viele Menschen die den afrikanischen Kontinent noch nie betreten haben den Eindruck, alle leben wie die Massais, welche übrigens die kleinste Ethnie Kenias bilden. Dazu aber mehr in einem anderen folgendem Beitrag. Nach der Show die man sich angucken kann aber sicherlich kein Highlight ist, schauten wir uns noch die nachgebildeten Dörfer einiger Ethnien an, welche im Eintrittspreis mit drin sind. Das war leider weniger aufregend, da der Unterschied doch eher gering ist. Durch unsere Work Permit Notification die Carina und ich an dem Tag allerdings erhalten haben war der Eintritt mit einem Euro sehr günstig weshalb es ein schöner Besuch war. Die Notification erklärt übrigens nur das unsere Work Permit in Arbeit ist, dadurch wirken unsere Pässe mit dem abgelaufenem Visum nun nicht mehr ganz so illegal.

Tänze Tänze Wir drei in der großen Halle So haben die Vorfahren mal gelebt mit 2,3,4 ... Frauen Bett Kochstelle

Zurück in Corinnas und Peters Zuhause gab die Wasserversorgung den Geist auf. Trotz der Abreise von Sophia und Madlen dezimierte sich unsere Anzahl nur um eine Person, da Philip ein Freund von Corinna von seiner Küsten Reise zu uns stieß. Aber mit 9 Personen gab es nun endlich genügend Matten oder Matratzen sodass der arme Hagen nicht mehr auf dem kalten Fliesen schlafen musste. Wir taten uns dann noch das Hinspiel von Madrid gegen Bayern an und fielen auf die Matten.

Am 24. Reisten Hagen, Lukas, Philip, Corinna, Carina, Lena und ich nach Thika. Eine Stunde mit dem Matatu von Nairobi entfernt liegt die wuselige Kleinstadt, die als Ananas-Hochburg gilt und in der es von Fleischereien nur so wimmelt. Auch die Namensvielfalt der Restaurants Pork City 1-4 belustigte uns. Da es in Thika eher wenige Mzungus zu geben scheint (Weiße Menschen), vielen wir etwas auf, vor allem als wir uns entschlossen noch auf ein Bierchen in einen Pub zu gehen. Am nächsten Morgen fuhren wir dann zu den 14 Falls (Wasserfälle). Es war einfach traumhaft sodass wir uns entschlossen einige Stunden auf den Felsen herumzuklettern. Dabei gingen meine Schuhe im wahrsten Sinne den Bach runter. So kam ich zu meinem ersten Paar Massai Latschen (Schuhe aus altem Reifen, bestickt mit Perlen). Abends erreichten wir Ngong, blieben für eine Nacht verabschiedeten uns von Peter, Hagen und Lukas, die zur Küste aufbrachen und fuhren zu 5. Weiter nach Naivasha.

Pork City 1 von ein paar mehr  14 Falls; Hagen, Lena, Philip, Corinna, Lukas, Carina (mich kennt ihr ja wohl) Lena und ich Carina Lena und ich unser Boot Fleischerei wie so üblich Ananasse/Ananassis halt die Mehrzahl Schilderwald

Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter ins Fishermen Camp und nach der Zeltbesichtigung und dem Massai Markt an der Ecke war es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen. Dabei konnten wir eine Hippo-Mutter mit schon etwas älterem Nachwuchs auf ihrem Weg um den See Naivasha beobachten. Die Nacht war kalt, sodass uns das kochend warme Wasser aus den Hähnen am nächsten Morgen aufwecken musste. Der Sonnenaufgang und der ganze See waren einfach ein Traum. Auf den gemieteten Fahrrädern ging es dann weiter Richtung Lake Oloiden. Auf der Strecke liefen einen dann Giraffen, Zebras, Garzellen und Pumbas zu Hauf über den Weg. Leider bekam Lena einen Platten was den Rückweg schwierig gestaltete. Trotzdem war es eine schöne Tour, nur leider ohne Flamingos, die sich im Moment in Äthiopien wohler fühlen.

Lake Naivasha Philip, Carina, Corinna, Lena und icke  Pause am Lake Oloiden Lake Oloiden Zelte und Fahrräder Sonnenaufgang Verstecken ist auch doof wenn man so groß ist!

Wir trennten uns dann von Corinna und Philip und fuhren weiter nach Nakuru. Eine Stadt, welche ich bisher nur vom Vorbeifahren kannte, stellte sich dann doch als einigermaßen freundlich heraus. Den vorherigen Eindruck, dass sie in einer früheren Zeit stehen geblieben ist, wird sie bei mir wohl aber nie wieder los. Nach einer weiteren Nacht und einem weiteren schönen Sonnenaufgang ging es für uns 4 Stunden in den Norden über Marigat zum Lake Bogoria. Da die heißen Quellen 18 Kilometer vom Eingang entfernt liegen, mieteten wir 2 Motorräder samt Fahrer. Leider konnten uns die beiden dort aber nicht hinbringen, da die Wege einfach unbefahrbar sind. Ab und an gab es befestigte Teerstraßen, von denen aber große Teile, unter dem angestiegenen Wasser des ätzenden Sees, verschlungen sind. Das zeigte uns noch einmal das fehlende Organisationstalent einiger Menschen, tat der atemberaubenden Schönheit der Landschaft aber keinen Abbruch. Strauße, Garzellen uuuund Flamingos! Ließen sich von uns fotografieren und vergoldeten die anstrengende Reise zum Bogoria See noch ein wenig.

Geschafft!Flamingos!! Wer ist wohl schneller? Termitenhügel Riiiiesen Vogel staubig aber wunderschön Garzelle unsere tapferen Fahrer

Danach ging es zurück nach Nakuru und ins allerletzte Matatu Richtung Kisumu. Dank einem super netten Conducter (Geldeinnehmer im Matatu), der uns einen Platz in einem Bus nach Kisumu verschaffte, der nichts von Nachtfahrverbot hielt, schafften wir es um kurz vor 9 zuhause zu sein. Leider vergaßen wir bei der Umsteige-Hektik den Beutel mit Tellern und Besteck im Matatu. Die letzten Tage verbrachte ich mit viel Schlafen, Ausruhen, Lesen und Wäsche waschen. Ich ging Einkaufen und wir empfingen Philip der auf seiner Reise nach Uganda noch bis Samstag bei uns verweilte. Auch kaufte ich mir meine im Wasserfall verloren gegangenen Schuhe nach und wir sahen die letzten Folgen Gossip Girl. Dann malten wir in der Lutheran School an unseren Tieren weiter und erfuhren von einem Überfall auf Alina. Sie war mit ihrem wohlhabenderen Freund zu ihm nach Hause gefahren und wurde dann vor der Einfahrt von bewaffneten Männern bedroht. Da beide kaum Wertsachen dabei hatten, wurden die Männer zunehmend wütend, gaben sich dann aber mit der kargen Beute zufrieden. Markus dagegen muss nun doch nicht ausreisen, wie zuvor aufgrund von Visumsproblemen befürchtet, sondern hat erneut ein 3 Monatsvisum erhalten, der Glückspilz!

Gestern hatten wir dann erneutes Fußballtraining und heute dann ein Testspiel gegen eine Jungen-Mannschaft. Man muss einigen Spielerinnen und Spielern echt wahres Können eingestehen, viele von ihnen haben es echt drauf! In meiner Mannschaft spielt zum Beispiel ein Mädel, dass bereits von Borussia Dortmund entdeckt wurde (laut Crazy Ken, dem Trainer ;) aber gut ist sie wirklich). Das ganze drum herum ist allerdings etwas schockierend. Es gibt kaum Unterstützung aus den Familien, da sich die Wenigsten ein Hobby leisten können. Also bringt Ken, der Trainer, jedesmal alte Schuhe, Trikots, Hosen, Bälle und auch Trinkwasser mit zu Training und Spielen. Vielen Spielerinnen bezahlt er den Transport, da einige aus den umliegenden Dörfern kommen und die Unterkunft in Kisumu wenn es sein muss. Wir wissen noch nicht ganz ob er das bezahlt oder Unterstützung vom Fußballverein bekommt, danach werden wir Markus mal fragen, der dort arbeitet. Das Spiel heute tat jedenfalls gut auch wenn es in der Mittagssonne Kenias echt nicht angenehm ist sich zu bewegen.


Es werden demnächst ein paar Berichte folgen, die verschiedene Themen behandeln, welche mich hier temporär beschäftigt haben. Ich denke nach 8 Monaten darf ich mir erlauben, einige Urteile zu fällen und meine Meinung kund zu tun. Dabei solltest DU beachten, dass es sich um MEINE Meinung handelt, und dass jeder Andere etwas ganz anderes denken könnte.


Vielen Dank fürs Lesen!

15April
2014

Kakamega Regenwald


Nachdem ich am Freitag die Lehrer und Schüler von St. Annes begrüßt habe und ihnen ein paar Stories aus meinem Urlaub berichtet hatte, schaffte ich es nach großer Diskussion mein Geld von einer Bus-Company wiederzubekommen. Am Abend verschlug es uns vier dann in den Simba Club wo es super leckeres indisches Buffet für 6€ gab (all you can eat!). Am nächsten Morgen starteten wir unser Fitness-Programm mit Schwimmen in der Aga Khan Hall. Meine Haare dankten es mir eher weniger, sie besitzen nun einen moosigen Grünstich. Sonntag planten wir unsere anstehenden Reisen und gingen auf den riesigen Kibuye Markt (Einer oder der Größte in Ostafrika). Als Abendessen kochten wir uns Pizza in der Pfanne da wir ja keinen Backofen besitzen. Wiederholungsbedarf! Die erste Hälfte der Woche war dann ausgefüllt mit Universitäten suchen, Miete überweisen und in St. Annes Arbeiten korrigieren. Pauline fuhr nach Nairobi um ihre Work permit abzuholen…meine lässt noch auf sich warten. Am Mittwoch gingen wir, da Carlena (Carina und Lena) ab da Ferien hatten, ins Kamikaze auf ein Bier. Am Donnerstag ging es nach leckerem Frühstück im Boston Café zur Lutheran wo wir die Wände mit Figuren aus König der Löwen bemalten. Pumba und ich verstehen uns ganz gut ;) Fotos gibt’s wenns fertig ist. Jedenfalls füllte das den ganzen Tag aus. Am Freitag fuhr Pauline zum Flughafen um Mutter und Bruder in Empfang zu nehmen und Carlena, Irina, Alina (nicht die andere Freiwillige sondern Besuch von Irina aus Deutschland) und ich begaben uns nach Kakamega. Ungefähr eine Stunde von Kisumu entfernt liegt die kleinere Stadt am Rande des einzig verbliebenen Regenwaldes Kenias. Wir waren überrascht von der Größe von Kakamega da wir aus Reiseführern etwas Anderes erwartet hatten. Nach einigen Einkäufen fuhren wir mit dem Taxi in den Wald und bezogen unsere Banda (eine gemütliche Rundhütte). Wir entschieden uns für die Sonnenaufgangstour, sodass wir den Abend frei hatten um neuen Gossip auszutauschen, in einem Jacki (garantiert falsch geschrieben, ein Steingefäß mit Kohle auf das man einen Topf stellen kann) Nudeln mit Gemüse zu kochen und es einfach genießen konnten lange draußen zu sitzen. Am Samstag stolperten wir dann um 4:30 Uhr aus den Betten und unter einem wunderschönen Sternenhimmel in den Wald. Nachdem der Aufstieg zum höchsten Berg geschafft war warteten wir auf den Sonnenaufgang. Es hat sich gelohnt! Auf dem Rückweg zeigte uns unser Guide Nancy noch eine Fledermaushöhle, einige medizinische Pflanzen und einen Aussichtsturm. Die Tour war leider etwas teurer als gedacht (10€ Guide, 5€ Übernachtung, 5€ Einkauf, 3€ Eintritt, 3,50€ Matatu) aber es war ein schöner Ausflug und da Nancy echt nett ist, gönnten wir ihr das dann auch. Sie hat uns erzählt, dass ihr Mann bei den Unruhen 2007 ums Leben gekommen war und dass sie seitdem alleine für die 3 Kinder sorgt. Scheinbar ist es nicht so einfach möglich als Witwe nochmal zu heiraten…was da hinter steckt muss ich noch herausfinden.
Am Sonntag besuchten wir mit Alina (Kakamega) und Kalle (Freiwilliger in Tansania) den Gemüsemarkt und machten leckeren Honig ausfindig. Danach ging es um den Regen zu überbrücken eine Soda trinken. Zuhause wurde dann unser Sportprogram weiter umgesetzt mit Muskelaufbau und Bodenturnen. Gestern war ich dann wieder arbeiten da meine Ferien erst Donnerstag anfangen und habe endlich Paulines Mutter und Bruder kennen gelernt. Danach ging es wieder zu Pumba der fast fertig ist. Auch heute ist das der Plan und morgen geht es nochmal zu St. Annes. Unsere Abreise nach Nairobi ist wohl am Sonntag geplant. Da die Arbeitserlaubnis nicht fertig ist und wir ohne nur ein ganz klein wenig illegal sind, können wir NOCH nicht nach Uganda sondern werden Thika, Lake Bogoria, Naivasha, Aberdare und noch so einigen anderen Orten einen Besuch abstatten.
Liebe Grüße!
Eure Nadja

03April
2014

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. - Kant

Halli-Hallo liebste Leser!

Ich weiß ich bin spät daher alles nach der Reihe, damit auch nichts vergessen wird:

Anfang März besuchten wir Eric (Gastvater) und Pet (Gastschwester) da Pet Geburtstag hatte. Wir erfuhren dabei das Eric älter als Kenya ist (Sohn Alfahio: Daddy you are older than Kenya!), da er bald 60 wird. Und das er gerne Geburtstage seiner Kinder vergisst (Tochter Gledys via WhatsApp: You know you have too many children when you forget their birthdays). Aber Eric ist der Meinung das er immer an alle denkt und niemand an ihn. Gut zusammengefasst wurde es ein lustiger Nachmittag mit super leckerem Essen, dass die arme Pet alleine kochen musste. Leider ist Eric gesundheitlich etwas angeschlagen, hoffen wir das der Wein den wir ihm mitgebracht haben das etwas ändert.

Es folgten einige Koch- und Pilatesabende mit Irina, Schlagerabende und der Abschied von Max (Paulines Freund).Ich besuchte die Daycare und die Lutheran School ein paarmal und ließ mich von Babys anpinkeln. Ich brachte ein Baby zum Check-up und da die Kleine doch etwas heller ist machten die wartenden Mütter große Augen.Von St. Annes aus halfen Pauline und ich bei einigen Fußballspielen und feuerten unser Schulteam an.

am 12. März hatte Carina Geburtstag und wir amüsierten uns bei einem leckeren Michshake und einer ausgiebigen Shoppingtour. Am Abend ging es dann zum Inder.

Da meine Abreise zur Küste näher rückte wurden die nächsten Tage sehr voll mit Erledigungen. Am Sonntag den 16. fuhr ich mit dem Bus nach Nairobi und am nächsten Tag nach Mombasa. Nach einer weiteren Nacht dort, ging es hoch zur Nordküste um meine Eltern ♥ im Travellers Hotel zu treffen. Das Hotel war einfach mega luxuriös im Gegensatz zum Häusle in Kisumu (ich hatte 3 Betten für mich! 3 mehr als hier) und dann bekam ich auch noch ganz viele tolle Geschenke aus der Heimat (Nicknacks, Schokokekse, Schokolade, Käse, Mettwurst, Medikamente, Postkarten, ein toll gemaltes Bild meiner Cousine, Deutschlandtrickot, Pürierstab, Ketten, Shampoo, Nutella, Honig, Tequila!, Käsesoße...). Sie kennen mich halt ;) Wir machten dann schnell die Tauchschule ausfindig und legten uns an den Strand. Die nächsten Tage buchten und bestritten wir letzendlich eine 2 tägige Safari im Tsavo East Nationalpark zusammen mit 4 netten Düsseldorfern. Insgesamt war es ein toller Trip auf dem nur die Löwen fehlten. Die Lodge war einfach nur top! Zurück im Hotel streichelte ich ein Kamel bis es umfiel, stopfte ganz viel super leckeres Essen in mich rein, ging mit meinen Eltern tauchen (Rotfeuerfische, Muränen, Schildkröten, Seepferdchen, Haie...), trank ganz viel leckeren Saft, besuchte die Bombolulu Workshops für Behinderte mit meiner Mutter, besuchte mit beiden Fort Jesus und ging in Mombasa shoppen, streichelte Schlangen, Chamäleons und Echsen, ließ Papa an der Stange tanzen, besuchte den Haller Park mit seiner tollen Tier und Pflanzenwelt und genoss es einfach mit meinen Eltern zusammen zu sein. Denn Kenia macht mir bisher einfach unglaublich viel Spaß und ich weiß selbstverständlich immer, wer mir das ermöglicht hat. Die zwei Wochen gingen einfach viel zu schnell um. Am 31. verabschiedeten wir uns auf das wir uns in knappen 5 Monaten (nur noch...) wiedersehen. Ich freue mich schon riesig auf meine Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins und meine Freunde aber genauso sehr freue ich mich auf die kommenden Monate in Kisumu und Umgebung!

Die Fahrt zurück verlief leider nicht so angenehm aber Hauptsache ist ich bin wieder in meinem Kisumu. Empfangen wurde ich gleich mit einem vollen Haus, da Corinna und zwei Freunde aus Deutschland zu Besuch waren. Totmüde begab ich mich mit ihnen auf Bootstour auf dem Lake Victoria, wo wir Sonnenuntergang und Hippos gucken konnten. Wir strandeten letzendlich in einer Bar, da es bald anfing zu regnen und nicht mehr aufhören wollte. Durchnässt und frierend kam ich endlich ganz zuhause an, wickelte mich in Schlafsack und Deccken und schlief sofort ein.

Heute habe ich dann meine Taschen ausgepackt, eingekauft und die Lehrer und Schüler begrüßt.

Soweit zu den letzten Wochen.

Terroristische Attacken: Leider gab es weitere Anschläge, in Mombasa wurde eine Kirche beschossen und einige Wochen später ein muslimischer Sheik umgebracht. Es wird mit weiteren Unruhen gerechnet. Auch wurde ein mit Bomben bestücktes Auto gefunden, zwei weitere werden noch gesucht. Auch in Nairobi gab es Anschläge im Somali Viertel. Im Moment ist es etwas ungemütlich aber Kisumu ist weit genug vom Chaos entfernt sodass wir hier und ich auf meiner Reise nichts davon mitkriegen. Ich passe schon auf mich auf!

Visum: Unsere Workpermit ist durch Zusatzzahlungen auf dem besten Weg  und wird in den kommenden Wochen hoffentlich fertiggestellt. Dann heißt es bald auf nach Uganda! Leider scheint es jedoch, als ob wir die letzten Kenia Freiwilligen fürs Erste sein werden. Die Nachfolgerin von Corinna wird nun doch nach Tansania entsendet und nicht nach Kenia.

Alles Beste vom Äquator!

Nadja

Daycare.jpg

Bombolulu Bombolulu Bombolulu 

Hotel Hotel Hotel Hotel Artisten Show im Hotel Hotel Kokosnuss-Ernte

SafariVor der LodgeLodge von Weitem Safari Safari Safari Safari Safari Safari Safari Safari Safari Safari Safari SafariSafari Safari Safari Safari  Safari Safari Safari  Safari Safari SafariUnser Gefährt Wasserloch bei der Lodge Wasserloch bei der Lodge Wasserloch bei der Lodge Wasserloch bei der Lodge 

Tauchbasis Tauchbasis Tauchbasis TauchenTauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen Tauchen TauchenTauchen Tauchen TauchenTauchen Tauchen Tauchen Tauchen

Tierchen im Hotel Tierchen im Hotel Tierchen im Hotel Tierchen im Hotel Tierchen im Hotel Tierchen im HotelTierchen im Hotel Tierchen im Hotel Tierchen im HotelTierchen im Hotel

Haller Park Haller Park Haller ParkHaller Park Haller Park  

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